Toste Tanhua, holt auf einem Segelboot die Messonde mit einer Angel ein.
Toste beim „Daten-Angeln“. Inzwischen nutzen wir eine Leine statt der Angel zum Absenken und Aufholen der Sonde.

Für Einheimische und Urlauber gleichermaßen, hat Ramon Gerwin sein Buch über die Ostsee geschrieben. Im Klappentext nennt er die Ostsee einen Sehnsuchtsort, der immer auch ein Naturerlebnis verspricht. Doch neben Sehnsucht bereitet die Ostsee ihm auch Sorgen. Denn dieser Lebensraum ist vor allem durch menschliche Einflüsse bedroht. Ramon Gerwien, selbst ein Kind der Ostsee, macht deutlich: Es ist höchste Zeit, etwas gegen diese Entwicklung zu tun. 

Buchcover von Ostsee - Wie geht's?
Ostsee – Wie geht’s? Erkundet den Zustand der Ostsee wie ein Arzt seinen Patienten. Das Projekt sail4oxygen findet sich im Kapitel „Atemnot“

Da liegt es nahe, sich mit Menschen zu unterhalten, die dieses Meer, seine vielfältigen Küsten, mit Flora und Fauna besser verstehen möchten. Auch sail4oxygen fehlt natürlich dabei nicht. Im Kapitel „Atemnot“ erklärt Toste Tanhua, wissenschaftlicher Leiter des Projekts am GEOMAR, ausführlich, was wir erforschen, wie das geht und wie es der Wissenschaft weltweit nützt, auch Abläufe in anderen Meeren besser verstehen zu können.

Verständnis, das wichtig ist. Denn „Ostsee – Wie geht’s?“ will nicht nur Probleme aufzeigen, sondern Wege aufzeigen, wie das baltische Binnenmeer zu bewahren ist und welche Maßnahmen dazu bereits ergriffen werden. 

Ein Buch, das im wahrsten Wortsinn den Horizont erweitert und eine Balance findet, ohne zu beschönigen, aber auch ohne in Pessimismus zu verfallen.

Hinnerk Weiler